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journeygirl

Ich arbeite in einem Laden in dem es unter vielen anderen wunderschönen Dingen, die einen zum Lachen bringen, auch Zaubereizubehör gibt. Heute kam ein junger Mann und hat sich ein Pokerdeck gekauft...und wunderbarerweise hat er es sich nicht nehmen lassen mir ein paar Tricks vorzuführen. Kann man sich etwas Tolleres vorstellen als einen leeren Laden und eine kleine, private aber wirklich verblüffende Zaubershow ? Für mich nicht, ausser vielleicht das ganze wäre draussen an der Isar auf meiner Kiesbank passiert. Jedenfalls waren es eine der besten Stunden der vergangenen Tage, es wurden verdeckte Karten erraten, Karten weggezaubert, Karten auf kreativste Weise gemischt, umgedreht, hergezaubert und ich hatte einen Heidenspass! Es war eine Begegnung die mir soviel gegeben hat, dass ich wieder pure Dankbarkeit empfunden habe. In letzter Zeit habe ich ständig das Gefühl zur richigen Zeit am richtigen Ort zu sein...ich kann es nicht erklären. Jede Tat und jede Entscheidung bringen mich zu etwas, was ohne diese Entscheidung nicht passiert wäre- und es ist immer etwas Gutes oder etwas, was mir etwas zeigt, bewusst macht. Vor zwei Wochen hat sich für mich die Chance ergeben nach Irland zu gehen, ich habe eine Nacht darüber geschlafen und beschlossen es zu tun. Hier gibt es für mich nichts mehr. Natürlich liebe ich meine Freunde, Familie, die Stadt ...aber ein Leben habe ich hier gerade nicht. Ich hatte eines, aber das ist vorbei. Jetzt ist Alles anders. Ich brenne hier für keinen Job und zurück kann ich nicht, der Sommer ist noch nicht da und löst auch nicht alle Probleme, die Wg läuft mittelprächtig und ich habe Gefühle für einen Mann dem ich wohl irgendwas bedeute, der sich aber nicht dafür entscheiden kann es zu versuchen und sich nur mit Alkohol an seine Gefühle traut. Es fühlt sich an wie eine Sackgasse in die ich gelaufen bin und in wenigen Wochen würde ich an der Mauer an ihrem Ende stehen. Aber ich habe wieder gelernt zuzuhören und aufmerksam zu sein....seitdem fühlt sich mein Leben spannend an wie eine Schnitzeljagd. Und leider habe ich seit meiner Entscheidung weg zu gehen erkannt, dass es hier keine Hinweise mehr für mich gibt. Mein Bauch hat ein schon beinahe magnetisches Gefühl entwickelt- ich möchte gehen und neu anfangen. Ich lasse alles offen, habe dort weder Wohnung noch Arbeit. Aber ich nehme jede Chance wahr wie sie sich bietet, nehme alles an und folge diesem Gefühl. Der nächste Hinweis liegt in Irland. Ich sitze hier gemütlich mit meinem Lieblingsbier in der WG-Küche und bin abenteuerlustig und lebenshungrig. Ich will mehr...............und ich mache mich nun auf die Reise dorthin. Auch wenn es mir das Herz zerreisst.

3.3.15 21:57, kommentieren

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Grenzen

Ich mag Grenzen. Und obwohl ich bisher ein recht inkonsequenter Mensch gewesen bin, lerne ich doch seit einiger Zeit gut konsequenter und bestimmer zu sein. Früher habe ich Grenzen als etwas Negatives betrachtet, selbstverständlich bin ich der Meinung dass Grenzenlosigkeit ein wunderschönes Wort ist, das nach Freiheit riecht. Und es gibt Dinge die sollten niemals begrenzt sein. Liebe, Freundschaft, Passion,Frieden, Phantasie, Lebenshunger, Zuhören und der Geist zum Beispiel sollten nicht begrenzt sein oder werden. Aber im Lauf der Zeit habe ich erkannt das abgesteckte Gebiete gut tun können, Sicherheit geben und gerade im Zusammenleben beruhigend sind. Wenn ich in meiner Wg meine Zimmertüre schliesse bleibt sie zu bis ich sie aufmache oder jemanden herinbitte- ohne Abschliessen zu müssen. Wir sind von Grenzen umgeben, wenn meine Freundin nicht gern über sexuelle Themen spricht dann ist das ihre Grenze die ich erkannt habe und von mir aus einhalte. Meine Toleranz kennt da keine Grenzen Wenn eine Mutter ihr Kind mit diesem bestimmten Blick anguckt reicht es schon dass es weiss, hier ist die Grenze hinter der es ungemütlich wird. Man kann oft in den Augen Verletztheit erkennen und die Grenze wahrnehmen. Es ist auch spannend Grenzen bewusst zu überschreiten und zu spüren was in einem und um einen passiert. Meiner Meinung nach sollte sich unsere Gesellschaft darum kümmern ein paar moralische Grenzen zu überdenken- und dann natürlich einzurennen. Es ist wunderbar alte, antrainierte Grenzen loslassen zu können. Neurlich bin ich wieder an eine Grenze gekommen und musste darüber nachdenken- wo ist denn meine Grenze zu diesem Thema? Was gehört für mich denn zum Sex? Und wer legt das fest? Wann entscheide ich mich was dazugehört ? Interessanterweise habe ich tatsächlich eine Freundin die der Meinung ist Oralsex gehöre nicht zum Sex. Sehr interessant Also ziehe ich mal im Geist ein paar gestrichelte Linien bis zu der ganz fetten roten, hinter der ich am nächsten Morgen sagen würde: wir hatten Sex. Schlussendlich ist es tatsächlich ein schönes Thema zum Gedankenmachen. Ich bekenne mich zu jemandem, der Grenzen verabscheut und gleichzeit liebt und braucht. Und um noch besser damit umgehen zu können setze ich mir selbst welche. Deine Freiheit hört da auf, wo du die Freiheit eines anderen einschränkst. Mit seinen eigenen Grenzen mag jeder umgehen wie er möchte, die Verantwortung liegt bei ihm- aber wirklich wertschätzend verhält man sich wenn man die ausgesprochenen Grenzen eines anderen respektiert.

20.2.15 02:17, kommentieren